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Kunstschulen

Kunstschule Lüdinghausen

Wie bereiten wir unsere Kinder auf die Zukunft vor?

Jedes Kind hat eine besondere Begabung. Es gilt sie zu entdecken ehe sie unerkannt versandet. Diese individuelle Förderung des Einzelnen hat nicht ein Künstlerzüchten als Ziel, sondern das Heranbilden sensibler kulturell engagierter Menschen, die in der Lage sind, die Probleme einer hochtechnisierten Welt kreativ zu meistern.

Seit Beginn gab es in der Galerie zwei Kunstseminare: eines abends, für Erwachsene, das zweite morgens, für Vorschulkinder. Kurze Zeit später eröffneten wir im zweiten Stock von Schloss Westerholt das „Institut für Gestaltung“. Kern blieb die schulbegleitende Jugendkunstschule mit bis zu 12 Lehrenden, bundesweit eine der ersten.

Alle Dozenten verfügten über eine fundierte Kunstausbildung und eine pädagogische Zusatzausbildung. Sie waren neben ihrer Lehrtätigkeit auch selbst als Künstler/innen tätig. Turnusmäßig trafen wir uns, um gegenseitig vom jeweiligen Schwerpunkt der anderen zu profitieren. So entstand ein erweiterter, ganzheitlicher Kunstbegriff, von dem Lehrende und Studierende profitierten. Die Arbeitsweise war für alle die einer Akademie, auch bei Kindern.

In den Gruppen arbeiteten nie alle an derselben gestalterischen Aufgabe. Gezielte Motivation fördert die Individualität und erreicht künstlerische Leistung. In lebendiger Ruhe entsteht Qualität, ohne übertriebenen Leistungsdruck. Bei Straßenfesten arbeitete, wer Lust dazu hatte, draußen in der Innenstadt. Um großflächiges Arbeiten zu erproben, ließ ich z.B. nach Wahlen die Plakatwände kaschieren und von ‚Noranern‘ bemalen.

Bewerbungsmappen erstellen für Hochschulen, Akademien und bestimmte Berufe wird im Institut besonders betreut. Etliche Übungen, eigenes Arbeiten nach außen hin zu vertreten, gehörten zum Programm. Eine Firma finanzierte den Druck eines Kalenders, in dem von kleinen Zeichnungen bis zu farbigen Bildern aller Altersstufen Kostproben zu sehen waren. Ein Glanzstück, übrigens! Ungezählte große Ausstellungen mit gerahmten und ungerahmten Bildern und Plastiken – auch selbstgegossene Betonplastiken – richteten wir im Lauf der Jahre aus – in Banken, Firmen, Krankenhaus, in Städtischen Räumen der Umgebung: richtig mit Plakaten, Einladungen und Eröffnung. Eine Firma kaufte z.B. ein riesiges, in Gemeinschaftsarbeit entstandenes Bild

Paris

Eine Busladung Jugendkunstschule fuhr für eine Woche nach Paris. Kinder und Jugendliche von 4 – 65 Jahren erlebten das Flair von Paris – meist ohne ein Wort Französisch. Das uns Künstler besonders beeindruckende Erlebnis wurde der riesige Dubuffet-Turm südlich der Pariser Peripherique: ein 5 stöckiges, innen begehbares Monument. Eine Ode an Kunst, die bei allen lange nachwirkte.

Kunstschule Senden

Da die Stadt Lüdinghausen uns keine Parterreräume mit Außenfläche vermieten wollte – der neue Bürgermeister war „säuberlich“ – fand ich im Nachbarort am Kanal ein ideales Domizil. Eine Baufirma zog um und ließ das Torhäuschen für uns stehen. Ich investierte in Umbau und Einrichtung. Es wurde vor allem für Erwachsene ein Eldorado. Wir organisierten Ausstellungen, machten Exkursionen – z.B. im Kunstschulbus nach Osnabrück zur „Arte Portugesa“, einer Kunsthallenausstellung bekannter (mit mir befreundeter Künstler, oder in Privatwagen zur Museumsinsel Hombroich.

Als nach Jahren die Kunstschule Senden gut etabliert war, bot die Stadt uns Geld an, wenn ein gemeinnütziger Verein gegründet würde, dessen Vorstand nicht aus Lüdinghausern bestände. Als ein solcher besteht er bis heute.

Jugendkunstschule Haltern am See

Es begann mit einem fortlaufenden Seminar in der Galerie Noran. Bald bot eine Schulleiterin uns Räume in ihrer Grundschule an für einen dreimonatigen Schüler/innen-Experimentierkurs: „Zeichnen (Comic/Natur), gestisches Malen, dichten und texten (mit Stefan)“.

In Haltern bildete sich eine Fördergruppe Kunstschule, die mit ihrer engagierten Leiterin Werbung organisierte. Unweit der Galerie konnten wir ein großes altes Gasthaus beziehen (bis es abgerissen wurde). Wir investierten in Haustechnik und Minimalrestaurierung. Dann zogen wir für ein Jahr ein in unsere „Schule für multimediale Kunst“.

Zunächst zeigte dort eine eigentlich in Musik ausgebildete Malerin, wie man technisch heute schnell zu großformatigen Bildern kommt. Man/frau projiziert einfach via Diaprojektor ein gewünschtes Bild auf eine Leinwand beliebiger Größe. Dann malt man es flott und nicht zu genau aus. Fertig. Gewusst wie!